Clever nachhaltig einkaufen
Niemand kommt wirklich ohne Einkaufen aus, denn selbst wer mit viel Aufwand einen Selbstversorger-Garten betreibt und sich einem Schenker-Netzwerk anschließt, braucht hin und wieder Lebensmittel, Gebrauchsgegenstände oder neue Kleidung. Die Zeiten, in denen man fröhlich einkaufen ging, ohne sich Gedanken darüber zu machen, wo die Waren herkommen, sind allerdings vorbei. Längst ist bei den Verbrauchern angekommen, dass wir alle in einer Welt leben und diese erhalten wollen. Die Macht des Einzelnen wird zu Masse, wenn alle Konsumenten sich um nachhaltigen Einkauf bemühen! Es gibt viele Gründe, sich für nachhaltiges Einkaufen zu entscheiden und viele Möglichkeiten, es zu tun. Dazu muss man allerdings erst einmal wissen, was Nachhaltigkeit überhaupt ist. Das Wort geistert in jüngster Zeit ständig durch die Medien und wir alle wissen, dass es gut ist, aber was genau bedeutet es? Nachhaltigkeit meint im Grunde genommen nichts anderes als einen verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen unserer Erde. Die Rohstoffe können auf Dauer nicht ausreichen, wenn sie ständig schneller verschlissen werden, als sie sich regenerieren können. Beim nachhaltigen Einkauf sollte man also immer auf ökologische Gesichtspunkte achten.Am nachhaltigsten ist natürlich der Einkauf, der gar nicht stattfindet. Das ist allerdings utopisch, denn in der Praxis ist ein völliger Konsumverzicht nicht umsetzbar. Trotzdem ist es sinnvoll, sich bei Neuanschaffungen zu fragen: „Brauche ich das wirklich, oder will ich es vielleicht einfach gern haben?“ Allein, wenn man bedenkt, wie viele Lebensmittel wir täglich wegwerfen, entweder, weil wir zu große Mengen gekauft haben oder etwas, was wir beim kochen gar nicht brauchen konnten, wird klar, dass wir oft einfach zu unkontrolliert einkaufen. Unter diesem Gesichtspunkt wird auch schnell klar, dass nachhaltiges Einkaufen nicht unbedingt teurer sein muss, wenn man dafür die Produkte, die man gekauft hat, wirklich aufbraucht.
Bei dem, was man kauft, kann man dann mit dem eingesparten Geld dafür wirklich auf Bio-Produkte aus ökologisch sinnvollem Anbau und fair gehandelte Produkte setzen. Fast jeder Supermarkt führt inzwischen auch Fair Trade Marken und eine Bio-Linie. Regionale und saisonale Produkte sollten beim Einkauf immer ganz oben auf der Liste stehen. Es müssen im Winter schließlich nicht immer Erdbeeren sein, die um die halbe Welt geflogen sind. Wer Produkte aus der Region einkauft, unterstützt nicht nur die heimische Landwirtschaft, sondern erwirbt vor allem auch Obst und Gemüse mit einer guten Ökobilanz, denn kurze Transportwege sparen Energie.
Nachhaltig clever einkaufen bei Waschbär!
Bioläden sind natürlich immer eine gute Anlaufstelle für nachhaltige Einkäufe, aber es gibt auch direkte Vertriebswege von Bio-Landwirten, die zum Beispiel Abo-Kisten mit Obst und Gemüse anbieten. Aber auch das Internet ist eine gute Quelle, sowohl für Informationen über Nachhaltigkeit als auch zum Einkauf fair gehandelter Produkte. Grundsätzlich gilt: Es ist besser, kurzfristig mehr Geld für langlebige Qualitätsprodukte auszugeben, als langfristig der Wegwerfgesellschaft in die Hände zu spielen.
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