Sowohl aus gesundheitlichen als auch aus ethischen Gründen erfreut sich die vegane Ernährung zunehmender Beliebtheit. Vegane Ernährung bedeutet, dass auf sämtliche Produkte tierischer Herkunft verzichtet wird. Hierzu zählen natürlich alle Fleisch- und Fischsorten, aber auch Eier, Milchprodukte und tierische Fette. Die vegane Ernährung ist folglich pflanzlich basiert. Dies muss nicht zwangsläufig zu Mangelernährung führen, es ist durchaus möglich, einen ausgewogenen Speiseplan zu schaffen, der allen Bedürfnissen des menschlichen Körpers gerecht wird.
In vielen Bereichen des täglichen kulinarischen Lebens ist es höchstens mit moderaten Schwierigkeiten verbunden, vegan zu leben. Auf die offensichtlich tierischen Produkte kann man einfach verzichten und sie durch zusätzliche Portionen Gemüse ersetzen. Ein wenig schwieriger ist es mit Fertigprodukten und beliebten Lebensmitteln wie cremigen Saucen. Aber auch hier ist schnell Abhilfe geschaffen, denn es gibt beispielsweise für viele tierische Produkte wie Sahne und Milch vollwertigen Ersatz auf Tofu-, Mandel- oder Reisbasis. Ein Punkt jedoch, der von Veganern häufig bemängelt wird, ist die geringe Vielfalt an veganen Brotaufstrichen. Natürlich zählen für gewöhnlich auch Marmeladen, schokoladenbasierte Aufstriche und Nussbuttern zu den veganen Brotaufstrichen, aber nicht jeder ist bekanntlich ein Freund der süßen Stulle. Herzhafte Varianten findet man häufig nur im Biosortiment ausgewählter Ladenketten, sie bestehen meistens aus einer gewürzten Hefebasis und sind nicht unbedingt günstig.
Veganer Brotaufstrich – (k)eine Herausforderung?
Natürlich ist unter solchen Umständen am besten dran, wer selber gern den Kochlöffel schwingt und keine Angst vor Experimenten hat. Glücklicherweise muss man aber kein Meisterkoch sein, um selber vegane Aufstriche zu zaubern, die Umwelt, Geldbeutel und Gewissen schonen. Sojajoghurt lässt sich mit Hilfe von Kräutern und Gewürzen im Handumdrehen zu einem leckeren Brotaufstrich verarbeiten, der bei Bedarf mit in dünne Scheiben geschnittenem oder geraspeltem Gemüse aufgepeppt wird. Auch selbstgemachte Guakamole erfreut sich großer Beliebtheit, eventuell mit fein gehackten Tomatenstückchen. Tofu ist eine gute Grundlage, um selber kreativ zu werden, genau wie eingeweichte Sonnenblumenkerne oder Bohnen. Mit Hilfe eines Pürierstabes werden die zerkleinerten Zutaten zu einem feinen Brei verarbeitet, der nach Belieben gewürzt werden kann und sich im Kühlschrank mehrere Tage hält. Sogar Tahin (Sesampaste) lässt sich auf diese Weise nicht nur süß, sondern auch herzhaft als Brotaufstrich verwenden.
Eine weitere Methode besteht darin, vegane Pastasaucen ein wenig einzudicken, zum Beispiel mit Johannesbrotkernmehl, und im Kühlschrank aufzubewahren, um sie als vegane Brotaufstriche zu verwenden. So kann man aus einer hausgemachten Tomatensauce mit frischen Kräutern in Windeseile einen Brotaufstroch für den nächsten Tag zaubern. Auch bei der klassischen Stulle sind der veganen Fantasie keine Grenzen gesetzt.
Copyright Bild (c) Rainer Sturm | Pixelio.de
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