Erdgas – Ökogas
Regenerative Öko- und Bioprodukte nehmen immer mehr an Bedeutung zu. Auch bei der Energiegewinnung sind Nachhaltigkeit und ökologische Erzeugung wichtige Faktoren für umweltbewusstes Handeln. Das Angebot an Ökogas bzw. Erdgas basiert auf verschiedenen Kriterien – so gibt es Anbieter, die Energie aus Dünger und Gülle mit einem bestimmten Mindestanteil aus Biogas in Energie umwandeln oder die Erzeugung erneuerbarer Energien in den Entwicklungsländern unterstützen.
Energiegewinnung aus Erdgas
In den Biogasanlagen wird organisches Material in methanhaltiges Ökogas umgewandelt, woraus Strom und Wärme produziert werden kann. Zum organischen Grundmaterial gehören beispielsweise Mais oder Getreide, aber auch Dünger und Gülle. Das gewonnene Erdgas wird von verunreinigten Inhaltsstoffen befreit und kann anschließend in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Überschüssige Wärme kann so aufbereitet werden, dass sie in Erdgasanlagen weiterverwertet wird – außerdem kann der produzierende Biogasbetrieb die Energie für den eigenen landwirtschaftlichen Betrieb, für Privat- und Wirtschaftsgebäude, nutzen. Auch die Ökogasproduktion erzeugt Abfälle – diese enthalten wertvolle Nährstoffe, die zur Düngung auf Ackerflächen ausgebracht werden.
Unterschiede zwischen herkömmlicher Gasproduktion und Ökogas
Beim Transport vom Produzenten zum Abnehmer wird eine CO2-Neutralität angestrebt, die alle Bio- und Ökogasanbieter einhalten, auch Erdgas zählt zu den emissionsärmsten Energieträgern. Kohlenstoffdioxid, kurz CO2, ist ein Treibhausgas , das zur natürlichen Atmosphäre gehört. Ist jedoch zuviel davon vorhanden, kommt es zum so genannten Treibhauseffekt, der sich schädlich auf die Umwelt auswirkt und die globale Erwärmung vorantreibt. Wichtig ist, dass die Energieerzeugung nicht auf organischen Stoffen aus Massentierhaltungsbetrieben basiert – ein Mindestanteil der Gülle und Bioabfälle muss daher aus ökologisch produzierenden Betrieben stammen. Bei der herkömmlichen Gasproduktion wird hierin kein Unterschied gemacht, auch kann Biomasse aus gentechnisch verändertem Pflanzenanbau in Energie umgewandelt werden. Ökogasanbieter gewährleisten, dass ein möglichst hoher Bioanteil enthalten ist – bei manchen Anbietern bis zu 20 Prozent – und keine Genpflanzen verwendet werden.
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Vor- und Nachteile von Ökogas
Ein großer Vorteil der Energiegewinnung aus Erdgas ist die Wiederverwertung von biologischen Substanzen, die eigentlich Abfall sind, beispielsweise Gülle aus Viehbestand oder kompostierbare Pflanzen. Auch Dünger oder Tresterabfälle aus kontrolliertem Anbau können für die Strom- und Wärmegewinnung genutzt werden. Je weniger herkömmliche Anbaumethoden dabei zur Anwendung kommen, umso mehr wird der ökologischen Nachhaltigkeit entsprochen. Da es jedoch noch nicht flächendeckend möglich ist, Ökogas aus reinem biologischen Anbau zu produzieren, müssen viele Anbieter Alternativen bieten: Sie schaffen einen Ausgleich der CO2-Emissionen, die beim Verbrennen von Erdgas entstehen, indem sie Klimaprojekte in anderen Ländern durch Ausgleichszahlungen unterstützen. Der Nachteil dieser Aufpreisregelung liegt darin, dass herkömmlich produziertes Gas an den Kunden geliefert wird. Es ist daher lohnenswert, sich zunächst über die verschiedenen Angebote von Ökogas zu informieren und abzuwägen, welche Form der Energiegewinnung aus Ökogas den eigenen Vorstellungen am meisten entspricht.
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