Rezepte für eine gesunde Ernährung
Die heutige Konsum- und Genusswelt offenbart dem (hierzulande lebenden) Menschen eine noch nie da gewesene Auswahl unterschiedlichster Köstlichkeiten und Verführungen. Insbesondere die Lebensmittelindustrie scheint nämlich in den vergangenen Jahren aufgrund der allseits anzutreffenden Globalisierung ausgeprägter, vielfältiger und massenhafter geworden zu sein. Für den Endverbraucher ergeben sich somit Geschmackserlebnisse wie das Genießen eines argentinischen Rindersteaks bis hin zum Verzehr des japanischen Kugelfisches. Doch die hiesige Lebensmittel- und Konsumvielfalt birgt nicht nur Vorteile. So hat in Deutschland beispielsweise jeder zweite Mann Übergewicht! Dies ist nämlich der grundsätzliche Nachteil der nie enden wollenden Auswahl im Supermarkt und auf der Speisekarte im Restaurant. In gut 95% aller Fälle ist es also eine ungesunde Ernährung, die zunächst für zusätzliche Kilos und anschließend auch für Folgeerkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck usw. sorgen kann.
Dabei ist eine „ungesunde“ Ernährung gar nicht so leicht zu definieren. Unter ungesund wird zum Beispiel das häufige Besuchen von Fast-Food-Ketten wie Burger King und Mac Donalds verstanden. Doch was bedeutet häufig? Laut Nährungswissenschaftler ist ein Besuch einer Fast-Food-Kette pro Monat für den Otto-Normal-Bürger noch als „okay“ anzusehen. Die anderen 29 beziehungsweise 30 Tage muss der Burger also gegen eine andere Mahlzeit ausgetauscht werden. Restaurantbesuche können jedoch ebenfalls nicht die Lösung darstellen. Denn hier wird mit Butter und Sahne – zwei der wichtigste Geschmacksträger – nicht gespart. Apropos sparen: Der Geldbeutel dürfte unter dem täglichen Restaurantbesuch ebenfalls zu leiden haben. Folglich bleibt nur das Herstellen der Speisen in Eigenregie. Eine gesunde Ernährung schließt übrigens keinerlei Lebensmittel aus. Das strikte Kalorienzählen und das Verbannen von nahrhaften Lebensmitteln kann schließlich auch zur paranoiden Gesundheitsernährung führen, welche letzten Endes oftmals in der Magersucht endet.
Doch wie sieht dann eine „gesunde“ Ernährung aus? Eine genaue Berechnung des Kalorienbedarfs ist selbstverständlich unabdingbar. Die Faustregel 2500 Kalorien für den Mann und 2000 Kalorien für die Frau ist allerdings längst überholt. (Kostenlose) Kalorientabellen, die eine weitaus genauere Berechnung erlauben, lassen sich mittlerweile auch schon im WWW finden.
Eine gesunde Ernährung ist zudem durch die Einhaltung der berühmt berüchtigten Lebensmittelpyramide gekennzeichnet. Obst und Gemüse sowie Kartoffeln, Brot und Reis gehören also tagtäglich auf den Teller. Fleisch sollte allerdings nur zweimal in der Woche verzehrt werden. Außerdem sollte einmal in der Woche Fisch auf dem Speiseplan stehen. Die Spitze bilden selbstverständlich Süßigkeiten: Nur 5% der aufgenommenen Nahrung sollte aus Gummibärchen, Schokolade & Co. bestehen. Die Einhaltung einer solchen Aufteilung mag jedoch gar nicht so leicht sein.
Kräuter-Kartoffelsalat
Um nur eine der vielen gesunden Rezeptideen vorzustellen, ist im Folgenden die Zubereitung eines herzhaften Kräuter-Kartoffelsalats nieder geschrieben worden. Die benötigten Zutaten belaufen sich auf 600 Gramm Kartoffeln, 150 Gramm Radieschen, 250 Gramm eingelegte Gewürzgurken, 2 Frühlingszwiebeln, eine Knoblauchzehe, frisch gehackte Kräuter wie Petersilie, Dill und Schnittlauch (notfalls kann auch die TK-Variante verwendet werden), ein bis zwei Esslöffel Weisweinessig und 50 Gramm Magerquark sowie 100 Gramm Saurer Sahne.
Die Zubereitung: Zunächst müssen die Kartoffeln geschält und in kleine Stücke geschnitten werden. Anschließend diese 10 Minuten kochen, abtropfen und abkühlen lassen. In der Zwischenzeit können die Radieschen geschält und klein geschnitten werden. Dasselbe gilt für die Frühlingszwiebeln und die Gurken. Nun das Dressing bestehend aus Quark, Saurer Sahne, Weißweinessig, der (gepellt und zerdrückten) Knoblauchzehe und den Kräutern anrühren. Anschließend alle Zutaten miteinander vermengen – fertig! Das Gericht noch mit ein bisschen Salz und Pfeffer würzen und schon kann der gesunde Kräuter-Kartoffelsalat (beispielsweise als Beilage zu Fisch oder einfach nur so) gegessen werden.
Copyright Bild (c) Joujou | Pixelio.de
loading...
loading...